Der Archivar Jensch
In jedem beliebigen Dokumentarfilm ist es stets der Mensch, der handelt, den reinen Landschaftsfilm einmal ausgeklammert. Entweder ist er der Hauptheld, und um ihn herum entfalten sich irgendwelche Ereignisse, oder umgekehrt steht das Ereignis, die Massenbewegung im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, und der Mensch ist nur ein Teil dieser Bewegung. Es versteht sich, dass eine solche Abgrenzung ziemlich relativ ist. Gewöhnlich sind sie miteinander verflochten. Dennoch existiert im Dokumentarfilm auch das Genre der Ereignisreportage und des Filmporträts.
Wie sollte man sich dem Menschen nähern? Wie kann man ihn natürlich und einmalig, in den vielfältigen Bindungen zur Gesellschaft und an die Welt prägen? Wie lassen sich Spielereien vermeiden?
In diesem Zusammenhang erinnere ich mich vor allem an eine längst vergangene Unterrichtsstunde aus der Praxis der Fotoreportage, von der ich ausführlicher erzählen möchte.